Ausschreibung

Ausschreibung des Nürnberger Festivals für Politik und Menschenrechte in Theater und Performance – TRIGGER

ICH ICH ICH

Während die Ideologien des 20. Jahrhundert verschiedene Gesellschaftsentwürfe in ihren Fokus stellten, sind uns solche großen Entwürfe in unserer Gegenwart eher fremd. In unserem Fokus stehen wir selbst. In einer Art Neobiedermeierzeit sind wir mit Selbstoptimierung und Selbstbespiegelung beschäftigt. Gewaltfrei kommunizieren wir unsere Bedürfnisse selbstverständlich aus unserer Perspektive. Unser kleines Glück verstehen wir als Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Wir suchen Produktionen, die in diesem Spannungsfeld von Selbstrepräsentation, Selbstkonstruktion, Selbstmystifikation, Selbstverleugnung, Selbstzerstörung, Abgrenzung und Autopoiesis angesiedelt sind und die sich konkret inhaltlich, künstlerisch und ästhetisch damit auseinandersetzen.

Wir suchen sowohl abendfüllende Formate, als auch performative Installationen und Interaktionen.

Die Ausschreibung richtet sich an Freie Gruppen und Freie Künstler*innen. Produktionen aus den Bereichen des Kinder- und Jugendtheaters, sowie des Amateurtheaters können leider nicht berücksichtigt werden. Pro Gruppe kann nur eine Inszenierung eingereicht werden.

Die Bewerbungsphase ist abgeschlossen. Vielen Dank für die zahlreichen Einsendungen. Wir sichten nun alle Bewerbungen und melden uns zeitnah im März 2022 bei allen Bewerber*innen.

Wir suchen Theaterstücke, die in diesem Spannungsfeld von Selbstrepräsentation, Selbstkonstruktion, Selbstmystifikation, Selbstverleugnung, Selbstzerstörung, Abgrenzung und Autopoiesis angesiedelt sind und sich konkret inhaltlich damit auseinandersetzen.

Die Ausschreibung richtet sich an Dramatiker*innen, die ihre Werke in deutscher Sprache verfassen. Die Texte dürfen noch nicht veröffentlicht oder aufgeführt sein.

Der Gewinnertext wird während des Festivals in einer szenischen Lesung dem Publikum präsentiert werden und ist mit 3000 Euro dotiert.

Auch unsere Jury ist nun komplettiert:

Maren Zimmermann

Jury Präsidentin

Maren Zimmermann studierte Deutsche Sprache und Literatur sowie Musikwissenschaft. Nach Stationen als Schauspieldramaturgin in Erfurt und Karlsruhe war sie von 2000 bis 2011 am Staatstheater Nürnberg engagiert. Seitdem ist sie freiberuflich tätig, u.a. für das Ballett des Salzburger Landestheaters, die Sabunkaran Theatre Group in Sulaymaniyah / Irak und diverse Literaturfestivals des Autors Albert Ostermaier. Als Autorin veröffentlichte sie bisher in den Bereichen Tanz, Schauspiel und Fußball.

Foto: Ludwig Olah

Matthias Egersdörfer

Jury Mitglied

Matthias Egersdörfer schreibt und liest gerne. In Nürnberg hat er einmal freie Malerei studiert. In seiner Steuererklärung steht bei Berufsbezeichnung: Kabarettist.

Foto: Natalie de Ligt

Sascha Kölzow

Jury Mitglied

Sascha Kölzow, geboren 1982 in Hagen, studierte was mit Medien an der Universität der Künste Berlin und der Universidad de Sevilla (Spanien). Während des Studiums war er in der Werbebranche, aber auch in diversen Theaterproduktionen tätig, spielte in einem Horrorfilm mit und hospitierte am Schauspielhaus Zürich und am Schauspiel Essen. Als Dramaturgieassistent war er von 2008 bis 2010 am Schauspiel Essen und 2010 bis 2012 am Schauspielhaus Bochum engagiert, wo er 2012 Dramaturg wurde. 2014 bis 2017 war er Schauspieldramaturg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, kehrte 2017/2018 kurz ans Bochumer Schauspielhaus zurück und zog dann nach Nürnberg. Hier ist er seit der Spielzeit 2018/2019 Dramaturg im Schauspiel des Staatstheaters. Im ensemble-netzwerk mitveranstaltete er von 2014 bis 2019 die jährliche „Konferenz Konkret“ zur Rettung des Stadttheaters und ist Mitgründer des dramaturgie-netzwerks.

Foto: Konrad Fersterer

Elina Lukijanova

Jury Mitglied

Elina Lukijanova (*1983 in Moldau) ist eine Komponist:in mit moldawischen, russischen und friesischen Wurzeln. Zunächst studierte sie in Enschede (Niederlande) Songwriting, später beschäftigte sie sich im Selbststudium mit Instrumentenbau, Elektronik und dem Schreiben von Lyrik. Sie nahm ihr Studium an der Hochschule für Musik in Karlsruhe auf in Komposition bei Wolfgang Rihm und Markus Hechtle sowie parallel dazu Musikinformatik bei Thomas Troge und Christoph Seibert.Elina Lukijanovas Werke beziehen sich zuweilen auf Bildende Kunst, eigene lyrische Arbeiten, Texte anderer Autor*innen und philosophische Arbeiten. Sie legt ihr Augenmerk auf Texturen, auf Prozesse des physischen Schaffens und Erfindens, seien es eigene Instrumente, oder Ideen digitaler und rekursiver Umgebungen.Elina Lukijanova versteht sich als genderfluid und bevorzugt im Deutschen das Pronomen “sie”.

Foto: Villa Concordia © Maria Svidryk

Bewerbungen bitte bis zum 31.03.2022 mit ausgefülltem Bewerbungsformular, sowie

einem kurzen Lebenslauf per Mail an: bewerbung@trigger-festival.de
Betreff: Dramatik Wettbewerb

Bitte senden Sie das Theaterstück in einer anonymisierten Datei. Bitte senden sie alle Dateien ausschließlich als PDF.

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